Familiennamen


Familiennamen sind Sprachdenkmale ganz besonderer Art. Im Wesentlichen in unserem deutschen Sprachgebiet vom 12. bis zum 14. Jahrhundert entstanden, sind sie Konserven des in jener Zeit in Stadt und Land quer durch alle Bevölkerungsschichten verwendeten Wortgutes. Die Prägung dieser Namen erfolgte dabei durch die Mitmenschen. Der Kennzeichnung diente dabei, was an dem zu Benennenden besonders erwähnenswert oder an ihm besonders markant erschien. Ursprünglich handelte es sich also um eine zusätzliche Angabe zur Identifikation für die bis dahin nur einen Namen tragenden Personen.

Die alltägliche Verwendung dieser beigegebenen Namen führte im Laufe der Zeit oftmals zu einer gewissen Abschleifung oder „Abnutzung“, was ihre ursprüngliche Sinnhaftigkeit nicht mehr so leicht erkennen lässt. Andererseits bewahren Familiennamen mundartbedingte Besonderheiten einer Region und in manchen Fällen auch Wörter, die inzwischen im Deutschen außer Gebrauch gekommen sind. Die Folge wiederum ist, dass zahlreiche heutige Familiennamen kaum oder gar nicht mehr „durchschaubar“ erscheinen. Somit stellen unsere Familiennamen heute sprachliche Denkmale aus dem sozialen und kulturellen Leben vor allem des späten Mittelalters dar. Nicht für umsonst gilt ihnen daher das Interesse der Menschen unserer Zeit.

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