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Lettische Herkunft:

Die flächendeckende Herausbildung der lettischen Familiennamen vollzog sich erst im 19. Jahrhundert durch die Beseitigung der Leibeigenschaft (in Kurland 1817, in Livland 1819 und in Lettgallen 1861). Bei der Annahme eines festen Familiennamens konnte sowohl auf ein bereits vorhandenes Inventar, vor allem an Über- und Wohnstättennamen, zurückgegriffen werden (1540: Peter Peda zu lettisch pēda "Fuß" oder 1541: Brosius Purvyt zu lettisch purvs "Sumpf") als auch Familiennamen neu gebildet werden, wobei solche aus dem Bereich der Naturmotivik besonders populär waren. Unter den 15 häufigsten Familiennamen Lettlands dominieren heute auf Baum- und im weitesten Sinne Gehölzbezeichnungen zurückgehende Namen, wie Bērziņš (bērzs "Birke"), Ozoliņš bzw. Ozols (ozols "Eiche"), Kļaviņš (kļava "Ahorn"), Liepiņš (liepa "Linde"), Eglītis (egle "Tanne"), Vītols (vītols "Weide") , Kārkliņš (kārkls "Weide"), Krūmiņš (krūms "Strauch") sowie Zariņš (zars "Zweig"). Daneben finden sich die Familiennamen Kalniņš (kalns "Berg"), Balodis (balodis "Taube") und Vanags (vanags "Habicht").

Jansons und Petersons, die einzigen Fremdnamen unter den häufigsten Familiennamen Lettlands, sind niederdeutschen bzw. schwedischen Ursprungs. Kennzeichnend für eine Vielzahl lettischer Familiennamen ist das heute zur Bildung von Diminutiven verwendete Suffix -iņš, das in den eingedeutschten Familiennamen lettischer Herkunft häufig als -ing (Grauding, Kalning, Osoling) erscheint.

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